Herren30 starten mit Niederlage in die Wintersaison

18 Mai 2014 Kategorien: Aktuelles

Am 03.11.2013 machten sich Frank Bobzien, Arne Jürgensen, Andreas Koziel und Jan Otzen auf den Weg in die Tennishalle nach Niebüll, um dort gegen den die zweite Mannschaft des Rödemisser SV anzutreten. Nach kurzer, freundlicher Begrüßung starteten zunächst Arne, Andreas und Jan mit Ihren Einzeln in der Dreifeldhalle.

Arne bekam es dort mit einem sehr konzentriert agierenden Göran Rust zu tun. Beide Spieler schenkten sich nichts. Während Arne mit seinem kraftvollen Spiel überzeugte, zeigte Göran mit seinen sicheren Grundschlägen ein souveränes Spiel. Der erste Satz war hart umkämpft und musste letztlich im Tie-Break entschieden werden. Hier agierte Arne hin und wieder zu zurückhaltend, nahm etwas Tempo aus dem Spiel und ermöglichte Göran dadurch die Möglichkeit zum Angriff, die dieser erfolgreich nutzte und den ersten Satz mit 7:6 nach Hause brachte. Im zweiten Satz haderte Arne mit den vergebenen Chancen des ersten Satzes und musste Göran schnell ziehen lassen. Der Routinier ließ sich diese Chance nicht entgehen und siegte letztlich verdient mit 7:6 6:3.

Andreas spielte parallel gegen Marc Schramm, der gleich den besseren Start erwischte. Während Andreas nicht zu seinem Spiel fand und einige umerzwungene Fehler machte, zeigte Marc von Beginn an eine starke Leistung, bei der er insbesondere seine Vorhand immer wieder gekonnt ins Spiel brachte. Folgerichtig ging der erste Satz mit 6:1 an Marc. Im zweiten Satz fand Andreas dann immer besser ins Spiel und schaffte das ersehnte Break. Beim Stand von 4:1 Riss bei unserem „Oldie“ aber erneut der Faden und er traf kaum noch einen Ball. Marc fackelte nicht lange und nahm die Einladung zur Aufholjagd dankbar an. Am Ende gewann mit Marc nach einer imposanten Aufholjagd der konstantere Spieler mit 6:1 und 6:4.

Jan traf in seinem Einzel auf Rolf Kulartz-Janzen. Beide Spieler schienen gedanklich noch im Bett zu liegen. Lauffreude und Biss ließen beide nicht erkennen. Die Punkte entstanden folgerichtig meist durch unerzwungene Fehler des Gegners. Leider schien bei Rolf dann der Wecker früher geklingelt zu haben als bei Jan. Beim Stand von 4:3 schaffte Rolf das Break und fuhr im Anschluss den ersten Satz mit 6:3 nach Hause. Wer aber dachte, dass Jan spätestens jetzt aufwachen müsste, hatte sich getäuscht. Auch im zweiten Satz kuschelte er sich bildlich noch einmal unter die Decke und schlief weiter. Unfassbar, dass selbst diese Leistung zunächst reichte, um mithalten zu können. Doch beim Stand von 4:4 schaffte Rolf durch einen unglücklichen Netzroller das Break und 5 Minuten später den Matchgewinn mit 6:3 6:4. Einige Mitspieler behaupteten hinterher, dass Jan sich das erste Mal laufend bewegt hat, als er zum Händeschütteln ans Netz lief. Und es könnte sein, dass sie recht hatten.

Nun kam es zum Spitzenspiel des Tages zwischen Frank und Henning Waterstraat. Frank war bezogen auf die Leistungsklasse der Favorit, doch es zeigte sich schnell, dass seine mangelnde Spielpraxis ein Handicap für ihn darstellte. Der ansonsten mit tollen Grundschlägen agierende Frank kam einfach nicht ins Spiel und hatte insbesondere Probleme mit den Returns. Dennoch rettete er sich in den Tie-Break und konnte diesen schließlich für sich entscheiden. Im zweiten Satz nahm Frank dann aber eine Auszeit. Rien ne va plus, wie der Franzose so schön sagt. Es soll aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass Henning bissig und tapfer kämpfte und so den zweiten Satz verdient mit 6:1 nach Hause fuhr. Der Champions-Tie-Break musste also entscheiden. Hier unterliefen Frank vollkommen unübliche leichte Fehler. Lag es an der fehlenden Spielpraxis? Lag es an dem kleinen Bäuchlein, den er sich im Sommer zugelegt hatte? Wir wissen es nicht. Was wir aber seit diesem Tag wissen – Frank ist nicht unschlagbar, denn Henning gewann nach starkem Kampf mit 6:7 6:1 10:5.

Die Einzel hatten also bereits die Entscheidung gebracht. Unsere Mannschaft lag mit 0:4 uneinholbar zurück. Vielleicht war dies der Grund dafür, dass unsere Mannen in den Doppeln befreit aufspielen konnten.

Frank und Andreas traten in ersten Einzel gegen Henning und Marc an. Als hätten sie nie etwas anderes getan, agierten unsere beiden Spieler von Beginn an souverän. Das ansehnliche Surf-and-Volley-Spiel führte zu zahlreichen direkten Punkten, wodurch das Team folgerichtig den ersten Satz mit 6:3 gewann. Im zweiten Satz machten Sie dort weiter, wo sie im ersten Satz aufgehört hatten. Jedoch fanden auch die Rödemisser immer besser ins Spiel. Erst beim Stand von 5:5 gelang Frank und Andreas das ersehnte Break, dass sie im Anschluss routiniert nach Hause brachten. 6:3 7:5 hieß das Ergebnis in einem sehr ansehnlichen Doppel.

Auch Arne und Jan wollten sich im zweiten Doppel gegen Göran und Rolf für Ihre schwachen Einzel rehabilitieren. Jans Wecker schien inzwischen auch irgendwann geklingelt zu haben. Der Junge bewegte sich plötzlich jedenfalls schneller als eine Wanderdüne. Arne fand auch zu alter Stärke zurück, und so war es nur folgerichtig, dass die beiden den ersten Satz mit 6:4 gewannen. Der zweite Satz verlief sehr ausgeglichen. Beim Stand von 4:4 musste das Söruper Team jedoch ein ärgerliches Break hinnehmen und musste so in die Verlängerung. Arne, der Champions-Tie-Breaks wohl nie lieben wird (wir berichteten), ließ den Kopf schon hängen ob seiner schlechten Erfahrungen, aber anscheinend hatte Jan es geschafft, ihn wieder aufzurichten. Zwar unterliefen beiden Seiten einige unerzwungene Fehler, aber Arne und Jan konnten mitunter durch harte Grundschläge wertvollen Boden gutmachen. Am Ende gewannen Sie als die Glücklicheren das Match mit 6:4 4:6 10:8.

Das erste Punktspiel war also beendet. Leider mussten wir uns mit 2:4 gegen gut aufspielende Rödemisser geschlagen geben. Wenn es etwas Positives aus diesem Punktspiel mitzunehmen gab, dann war es die Erkenntnis, dass sich das Team insbesondere in den Doppeln nicht verstecken muss. Und im Verlauf der Saison werden sicher noch weitere spannende Spiele folgen. Wir danken abschließend den Rödemissern für stets faire Spiele und die nette Gastfreundschaft. Wir sind uns sicher, dass die netten Jungs eine gehörige Rolle im Kampf um den Titel in unserer Gruppe spielen werden.

Hinterlasse einen Kommentar